Musikalischer Lebenslauf

„Es gibt wohl nichts, das den 41 jährigen Joe oder „Seppi“ Wiget aus der Fassung bringen könnte, schon gar nicht wenn er hinter seinem Akkordeon sitzt.“ Dies schrieb Josias Clavadetscher 1990 in einer Biographie über das Trio Joe Wiget. Seither hat sich im musikalischen Bereich einiges geändert, nicht aber an seiner Art.

Von den Anfängen bis 1991

Als zwölfjähriger Bub arbeitete Joe während den Sommerferien in einer Metzgerei in Brunnen. Mit dem Lohn von Fr. 150.00 kaufte er bei der Firma Eichhorn in Schwyz seine erste Handorgel.
Zusammen mit seinem Nachbar und Kollege Alfons Sutter probte er für erste Auftritte. Und auch sein Schulfreund Charly Schönenberger war immer irgendwo präsent, im Keller zum Boxen oder zum Suchen von Schleichwegen nach Hause.

Richtig los mit dem Musizieren ging es dann 1970. Zusammen mit Bruno Inderbitzin, Charly Schönenberger, Armin Hofer, Geri Wölfinger und Geri Gasser spielten die Musikanten im Sextett FIDELIKUS das erste Mal auf. Viele schöne und gemütliche Auftritte folgten.

Trio Joe Wiget

Zur Hochzeit des Ehepaares Simmen-Gasser spielte das Trio Joe Wiget 1980 das erste Mal öffentlich auf. Ab da folgten viele Auftritte im In- und Ausland. Kein Anlass, an dem das Trio nicht aufspielte.
Die drei Freunde erlebten Reisen nach Amerika, Auftritte bei Galas und als Krönung wohl den Sieg der Nationalen Ausscheidung des Grand Prix der Volksmusik in Interlaken 1990 mit „Ohni Stütz, da gaht nüd meh“. Es folgten Auftritte im Musikantenstadel, bei Kurt Felix und vielen Radiostationen.
Die erste CD des Trio Joe Wiget wurde produziert und anlässlich der Taufe auch gleich das 10 jährige Jubiläum des Trios gefeiert.

In dieser Zeit besuchte Joe die Ausbildung zum Sozialpädagogen Agogis. Beruf, Ausbildung und die musikalischen Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen, wurde zusehends schwieriger. So entschied sich Joe 1991, eine musikalische Pause einzulegen und sich schweren Herzens von seinen Freunden Bruno und Charly zu trennen. Dieser Schritt fiel ihm nicht leicht, bedeute ihm die Musik nach wie vor alles.

Charly und Bruno fanden in Franz Föhn einen guten Ersatz, und das Trio Joe Wiget im Trio Bruno Inderbitzin einen ideale Nachfolge.
Seit 1991

 Kapelle Joe Wiget

Natürlich stand die Handorgel auch während der Ausbildung zum Sozialpädagogen nicht unbenützt in einer Ecke. Ländler verschiedenster Komponisten wurden geübt.
In dieser Zeit knüpfte er Kontakte zu Werni Ehrler, der als Saxophonist, Klarinettist und Flötenspieler bei den Lovely Six (später Skylights) aufspielte.
Werni und Joe vereinbarten eine unverbindliche Probe. Aus diesem lockeren Zusammentreffen entstand Ende 1992 die Kapelle Joe Wiget.
Zur Plattentaufe der Kapelle Schuler–Laimbacher spielte die Kapelle das erste Mal auf.
Joe komponierte und zu seinem 50. Geburtstag schenkte er sich gleich selber seine erste CD mit Eigenkompositionen. Zusammen mit Werni Ehrler, Klarinette und Saxophon sowie Kari Schorno, Bass spielte Joe die CD 1999 ein. Otti Schorno, Roli Schuler und Joe Hediger vervollständigten die damalige Kapelle und trugen viel bei zum Erfolg der CD „Gschänk wo töned“.
Seit 2005 ist Ernst Ehrler der Mann am Klavier. Ernst, mit vielen bestbekannten Ländlerformationen und auch als Alleinunterhalter unterwegs, ein Garant für fröhliche und unterhaltsame Stunden. 2010  hat sich Ernst ein Traum erfüllt mit einer eigenen CD “ ERNSThaft“.

Im Jahr 2005 folgte dann die nächste CD Produktion „Chum und los“ von 19 Titeln wieder deren 8 Eigenkompositionen.
Acht Jahre später die nächste Produktion „Vom Schiff i d‘ Chlistadt“  mit 13 Eigenkompositionen, einem Marsch von Toni Schuler und zwei Gitarrenstückli von und mit Robini Märchy.

Werni Ehrler: Klarinette, Sax und Sopransax
Ernst Ehrler: Klavier
Karl Schorno: Bass
Joe Wiget: Akkordeon

Sämtliche Musikkollegen haben in früheren und aktuellen Formationen auch Tanzmusik gespielt, so dass nebst der Ländlermusik auch ab und zu Evergreens oder ein aktuelles Hitparadenstück zu hören sind. Die Kapelle tritt vor allem an Familien- und Firmenanlässe auf.

Einer der Höhepunkte der Kapelle war nebst der CD Taufe auch der Auftritt im Winter 2005 an den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf. Die vier Innerschwyzer eroberten die Sportlerherzen im Nu und überall wo sie aufspielten, durften sie Erfolge feiern.
Es folgen Kreuzfahrt und Flussfahrt, wo die Kapelle ihr Können den Gästen servieren.
Im Jahr 2015 darf die Kapelle Joe Wiget zum dritten mal am Heirassa Festival und am Appenzeller Ländlerfest musizieren.

Formationen

früher:
Fidelikus Sextett (1970 – 1980)
Trio Joe Wiget (1980 – 1991)
funtasten (2001 – 2004)
Bonettichörli

aktuell:
Kapelle Joe Wiget (seit 1992)
Kapelle Bruno Inderbitzin-Joe Wiget
Regensburger Bierspatzen /Bruno, Joe, Othmar, Sandro und Häppy
Trio Lousi, Kurt und Joe